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06.07.2017

Volles Haus beim PresseclubTalk mit documenta-Professorin Nora Sternfeld


Presseclub-Beiratsmitglied Dr. Andreas Knierim, Coach und 1996 sowie 1997 Leiter des Bereiches Marketing und Öffentlichkeitsarbeit der documenta X, war der Gesprächspartner für die Österreicherin Nora Sternfeld beim PresseclubTalk im Saal des Renthofes. Nora Sternfeld startet formal als documenta-Professorin an der Universität Kassel zum 1. Januar 2018. Sie hat aber schon in diesem Sommersemester einen Lehrauftrag an der Kunsthochschule Kassel . Ihre offene Art sich auszutauschen begeisterte nicht nur die Presseclubmitglieder, sondern wird auch ihre Studenten in den vier geplanten Lehrveranstaltungen pro Semester (ab Wintersemester 2018) motivieren.


PresseclubTalk im Renthof: Andreas Knierim im Gespräch mit Nora Sternfeld (Foto:Birmes)


Die Kunst- und Kulturwissenschaftlerin skizzierte von den Presseclubmitgliedern und den Gästen ihre Arbeit an der Kasseler Kunsthochschule, ihre Eindrücke von der documenta 14 und ihre Vorstellungen vom künftigen documenta-Institut. Denn Teil ihrer Aufgabe wird neben der Forschung und Lehre der Aufbau eines geplanten documenta-Institutes sein, das unter anderem  das bestehende documenta-Archiv erhalten soll. Sternfeld:“ Eines der wichtigsten Archive der Gegenwartskunst“.

Zu den Forschungsschwerpunkten Sternfelds zählen unter anderem Theorie und Praxis des Ausstellens, Kritische Museumsforschung, Kunstvermittlung und Bildungstheorie. "Eines der wesentlichen Ziele meiner Forschungsarbeit sehe ich darin, Kassel als international relevanten Standort für Ausstellungstheorie und -praxis zu positionieren, auch in der Zeit zwischen den alle fünf Jahre stattfindenden Ausstellungen", kündigte die Professorin an.

Sternfeld studierte Philosophie an der Universität Wien und erlangte 2012 ein Doktorat in Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste Wien. Noch im selben Jahr trat sie eine Professur für Curating and Mediating Art an der Aalto-Universität in Helsinki an, wo sie derzeit noch tätig ist. Sie bezeichnet sich selbst als „Kunstvermittlerin und Kuratorin“. Sie war Mitbegründerin und ist Teilhaberin des Frauenbüros trafo.K, welches seit 1999 an Forschungs- und Vermittlungsprojekten „an der Schnittstelle von Bildung, Kunst und kritischer Wissensproduktion“ arbeitet. G.-M. Birmes