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17.08.2017

Thomas Siemon zeigte "Parthenon der Bücher"


Thomas Siemon spickte seine Präsentation des "Parthenon der Bücher" der argentinischen Konzeptkünstlerin Marta Minujín mit vielen Insider-Informationen. Er stand selbst im Hubsteiger, befestigte seinen "Faust" an einer Säule - wohl die größte Ehre für einen Bücherspender.


Thomas Siemon mit Gästen am "Parthenon der Bücher"


Er erzählte uns von dem Mitarbeiter mit Höhenangst, der dann doch lieber unten die Bücher sortiert. Und von der Uni Kassel, die die wohl umfangreichste Dokumentation verbotener Bücher im Rahmen des documenta-Projektes zusammen getragen hat. Außerdem lernten wir den Unterschied zwischen Parthenon (Athen) und Pantheon (Rom) kennen und das nicht jedes einzelne Buch auf dem Kopf ins Kunstwerk getragen wurde (ist die Performance von Irena Haiduk).

Die zahlreichen (Stamm-)Gäste diskutierten mit Thomas auch über den historisch wichtigen Friedrichsplatz, an dessen Rand 1933 über 2000 Bücher von den Nationalsozialisten verbrannt wurden. Nicht 30.000 hatten zugeschaut, sondern nur knapp 1.000 - auch das hat Thomas zusammen mit dem Stadtarchiv recherchiert. Im Parthenon werden wohl bis zum Ende der documenta 14 über 50.000 Bücher hängen. Einige der Bücherspender unter uns erzählen von ihren Trennungsschmerzen, bis endlich das Buch fürs Parthenon ausgewählt war.

Schließlich noch der Tipp von Thomas Siemon: Abends kommen, wenn der Parthenon beleuchtet ist. Dazu ein "Sufferhead"-Künstlerbier, das ab jetzt zum halben Preis verkauft wird.